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Der Kulturbaustoff

Von Max Bill über Le Corbusier und Haefeli Moser Steiger bis hin zu Herzog & de Meuron, Rafael Viñoly und Morphosis.

Immer schon haben Eternit und Swisspearl® die grossen Gestalter inspiriert und teilen mit ihnen den Drang nach anspruchsvoller Gestaltung und Erforschung neuer Möglichkeiten.
Swisspearl® Summerschool 2013: „Empower Shack“, Niederurnen, Schweiz
Kooperation: ETH Zürich, Chair of Architecture and Urban Design, Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner
2013 stellt die Swisspearl® Summerschool mit „Empower Shack“ das Wohnen und Leben in südafrikanischen Townships in den Mittelpunkt, dieses Mal in Zusammenarbeit mit Prof. Alfredo Brillembourg und Prof. Hubert Klumpner vom ETH-Lehrstuhl „Architecture and Urban Design“. Basierend auf einem realen Grundstück in Khayelitsha, dem drittgrössten Township Südafrikas, wird während der Summerschool ein Prototyp eines Low-Cost-Hauses entwickelt. Ziel ist es, den Bewohnern ein bescheidenes, aber würdiges und auf ihre individuellen Ansprüche ausgerichtetes Heim zu bieten, das sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht überzeugt. Auch die städtebauliche Perspektive muss berücksichtigt werden: Das Haus ist in der Lage, qualitätsvolle Räume zu bilden, Sicherheit zu gewährleisten und auf unterschiedliche Umgebungen zu reagieren.
Haus der Religionen, Bern, Schweiz
Architektur: Bauart, Bern
Baujahr: -2012
Vertreter von acht Weltreligionen – Judentum, Baha’i, Islam, Hinduismus, Christentum, Buddhismus, Aleviten und Sikh – leben unter einem Dach und interessieren sich füreinander und ihr kulturelles Umfeld. Das ist die Vision, die das Haus der Religionen in Bern seit 2012 lebt. Sinnfällig wird diese durch die unaufdringlichen, zurückgenommenen und auf unterschiedlichste Weise bearbeiteten Swisspearl® Platten, die stellvertretend für die verschiedenen Glaubensrichtungen und deren friedliche Koexistenz stehen.
Eternit Summerschool 2013: „Berg und Tal, Alp und Stall“, Niederurnen, Schweiz
Kooperation: ETH Zürich, Professur für Architektur und Konstruktion, Annette Spiro
2011 findet zum ersten Mal die Summerschool der Eternit (Schweiz) AG zusammen mit der Architekturfakultät der ETH Zürich statt und löst damit den seit 1987 allseits beliebten Eternit-Architekturpreis für Studenten ab. Von Anfang an steht die Eternit (Schweiz) AG in aktivem Austausch mit der Architekten- und Ingenieur-Elite von morgen und setzt sich konsequent für die Nachwuchsförderung ein.
Giant Interactive Group Corporate Headquarters, Shanghai, China
Architektur: Morphosis, Culver City (CA), USA
Baujahr: 2006 - 2010
Von 2006 bis 2010 baut Morphosis für den erfolgreichsten chinesischen Hersteller von Online-Games ein neues Headquarter in Shanghai. Der Bauherr nennt sein Gebäude “Drachen”, das Symbol für Glück und Erfolg. Die Haut des Drachen ist eine Hülle aus Swisspearl®, die eine enorme Dauerhaftigkeit aufweist und gleichzeitig jene Flexibilität garantiert, welche die Komplexitäten der Fassade, des Daches und des Innenbaus fordern.
Flughafen Carrasco, Uruguay
Architektur: Rafael Viñoli Architects, New York
Baujahr: 2007 – 2009
Für die Erweiterung 2007 bis 2009 des grössten Flughafens in Uruguay, des Aeropuerto Internacional de Carrasco (Montevideo), bedient sich der Architekt Rafael Viñoly der Geste eines über 300 Meter langen Bogens, der an Eero Saarinens Terminal für den New Yorker Flughafen JFK aus den 1950er Jahren erinnert. Dabei entscheidet man sich im Innenbereich für Swisspearl®. Den Ausschlag geben seine ansprechende Optik und seine hohe Widerstandsfähigkeit.
Wohnbau Pilon, Ljubljana, Slowenien
Architektur: Bevk Perovic, Ljubljana
Baujahr: 2007 – 2008
Der Wohnbau Pilon ist typisch für den Stil des slowenischen Architekturbüros Bevk Perovic – gerade weil er in vielerlei Hinsicht nicht der Norm entspricht. Das Grundstück zwischen einem ehemaligen Steinbruch und einer der wichtigsten Ringstrasse von Ljubljana erhält durch die Materialität des Gebäudes eine starke Präsenz: Anthrazitfarbene, zum Teil perforierte Swisspearl® Platten wechseln sich ab mit den gelb akzentuierten Balkonen.
Linear House, Saltspring Island, Kanada
Architektur: Patkau Architects Inc, Vancouver
Baujahr: 2007 - 2009
Dieses Einfamilienhaus auf Saltspring Island (Kanada) von Patkau Architects Inc. überzeugt durch seine Reduktion auf das Wesentliche: Die klare Form des Linear House betont die Schwelle zwischen der Naturlandschaft und dem von Menschenhand angelegten Ensemble aus bestehenden Gebäuden und der Flora. Dabei ist es gleichzeitig ein Verwandlungskünstler: Je nach Bedarf kann das Gebäude mit seiner Swisspearl® Fassade und den Swisspearl® Klappläden geöffnet werden und grosszügige Ausblicke in die Landschaft freigeben oder, bei geschlossenen Läden, den Eindruck der Ganzheitlichkeit verstärken.
Wohnüberbauung Dennlerstrasse, Zürich, Schweiz
Architektur: Theo Hotz AG, Zürich
Baujahr: 2000 – 2003
Bei den drei mäandernden Wohnzeilen des Architekten Theo Hotz harmonieren eine zurückhaltende Materialisierung und Farbgebung mit verschiebbaren Elementen, die das strenge Grundraster aufbrechen: Auf der Eingangsseite, vor den Schlafzimmern, befinden sich neben warmgrauen Eternitplatten aus dem Werk Niederurnen geschosshohe Schiebeläden aus dunkelblau lackiertem Metall; auf der Wohnbereichsseite besteht die äusserste Fassadenschicht aus weissen Eternitplatten, die mit dem schwarzen Geländer der Balkonschicht kontrastieren, und aus verschiebbaren halbtransparenten Alu-Läden.
Einfamilienhaus, Trin, Schweiz
Architektur: Bearth & Deplazes, Chur
Baujahr: 1992 – 1994
Der monolithische Ausdruck des Einfamilienhauses der Architekten Bearth & Deplazes ist geprägt durch den Einsatz einer kleinformatigen Dach- und Fassadenbekleidung aus Eternit, die scheinbar das Gebäude nahtlos umhüllt. Wie ein Bergkristall mit präzisen Kanten und Flächen, ist das Volumen in die Berglandschaft eingepasst. Diese selbstbewusste und konsequente architektonische Grundhaltung setzt sich auch im Inneren fort: Wände, Decken und Dach, welche die wenigen Tragebenen definieren, sind in Ortbeton gegossen.
Lagergebäude Ricola, Laufen, Schweiz
Architektur: Herzog & de Meuron, Basel
Baujahr: 1986 - 1987
Mit der Lagerhalle für Ricola gestaltet das Architekturbüro Herzog & de Meuron 1987 eine Fassade, die ihresgleichen sucht: Aus der Distanz betrachtet, wirkt sie als ein grosses Ganzes. Beim Nähertreten lösen sich die einzelnen Elemente aus der Gesamtfassade heraus: Liegende Eternitkonsolen wechseln sich mit stehenden Duripanel-Platten im mittleren Bereich ab. Jedes Fassadenelement erhält seinen zugeteilten Platz – analog zum Hochregallager im Inneren.
Bertolhütte SAC, Arolla, Schweiz
Architektur: Jakob Eschenmoser, Zürich
Baujahr: 1975 – 1976
Wie ein Kristall wächst die Bertolhütte des Schweizer Alpenclubs auf 3311 Metern ü.M. aus einem spektakulär aufragenden Felssporn. Doch dieser extreme, hochalpine Bauplatz verlangt spezielle bauliche Massnahmen: Die Hütte wird als Holzständerkonstruktion konzipiert, im Tal vorfabriziert und mit einer Aussenhaut aus braunen, damals hergestellten Pelichrom-Eternitplatten versehen. Die Plattenformate sind – passend zu den Gebäudeproportionen – schmal und geschosshoch.
Fabrik Eternit SA, Payerne, Schweiz
Architektur: Paul Waltenspühl, Genf
Baujahr: 1956 – 1957
Im Jahre 1956 beschliesst die damalige Eternit AG die Errichtung eines zweiten Werks in Payerne und beauftragt den Ingenieur und Architekten Paul Waltenspühl mit dem Entwurf. Das Resultat überzeugt restlos. Waltenspühl schafft es, die technischen Gegebenheiten in hohem Mass mit der übergeordneten Form des Projektes zu vereinen. Dabei beherrscht er das Spiel der Proportionen so meisterhaft, dass die weiche und nachgiebige Form der Wellplatten nie in Widerspruch zu den klaren Linien des Gesamtprojekts gerät.
Verwaltungsgebäude Eternit AG, Niederurnen, Schweiz
Architektur: Haefeli, Moser, Steiger, Zürich
Baujahr: 1954 - 1955
Für das neue Verwaltungsgebäude der damaligen Eternit AG wird das seinerzeit richtungsweisende Schweizer Architekturbüro Haefeli, Moser Steiger beauftragt. Meisterhaft lösen diese die Aufgabe, die hergestellten Produkte der Firma auszuloten und darzustellen. Der Hauptsitz des Unternehmens ist so Erkennungszeichen und bildhafte Architektur zugleich – ein Modell von „Corporate Architecture“, das zu seiner Zeit in der Schweiz einzigartig gewesen sein dürfte.
Der Guhl-Stuhl
Design: Willy Guhl, Zürich
Entwurfsjahr: 1954
In den 1950er Jahren beginnen vermehrt Industriedesigner sich mit dem Baustoff Eternit zu befassen und entwickeln ganze Wohnprogramme. Willy Guhl, einer der Wichtigsten seines Faches in der Schweiz, entwirft einen Stuhl, bei dem er eine genormte rechteckige Eternitplatte in zwei geschwungenen Linien zu einer Schleife verschliesst. Unter Ausnützung der grossen Bruch- und Zugfestigkeit des Verbundmaterials kann er auf jegliche Stützkonstruktion verzichten. 1955 erhält Guhl für seinen „Strandstuhl“ die Auszeichnung „die gute Form“.
Schweizer Pavillon an der Weltausstellung, Paris, Frankreich
Architektur: Bräuning, Leu und Dürig, Basel
Baujahr: 1937
Der Schweizer Pavillon an der Weltausstellung 1937 in Paris, entworfen von den renommierten Basler Architekten Bräuning, Leu und Dürig, hat grosse Signalwirkung. Am Fuss des Eiffelturmes, zwischen seinem italienischen und belgischen Pendant, präsentiert er sich als einfaches Volumen über rechteckigem Grundriss. Die von der inneren Struktur losgelöste Gebäudehülle ist zum Teil verglast, zum Teil mit weissen, grosswelligen Platten der Eternit AG bekleidet.
Doldertalhäuser, Zürich, Schweiz
Architektur: Alfred und Emil Roth, Marcel Breuer, Zürich
Baujahr: 1935 - 1936
Marcel Breuer wird bescheinigt, eine „ausgesprochene Vorliebe“ für Eternit gehabt zu haben. Diese zeigt sich unter anderem bei den Doldertal-Häusern in Zürich, die er zusammen mit Alfred und Emil Roth 1935 entwirft. Das Material aus Niederurnen wird hier an prominenter Stelle eingesetzt: hochgestellte, 40 Zentimeter breite Platten bei den Attikageschossen, Wellplatten über den Eingängen, Eternitabdeckungen für Rollladenkästen, Markisenvordächer und Stahlstützen sowie Balkonbrüstungen aus Eternit.
Ortsstockhaus, Braunwald, Schweiz
Architektur: Hans Leuzinger, Glarus und Zürich
Baujahr: 1931
In den 1930er Jahren setzt die schweizerische Architekturavantgarde zunehmend Eternit als Baustoff ein. Für das Ortstockhaus auf der Braunwald-Alp verwendet der Glarner Architekt Hans Leuzinger 1931 zum ersten Mal grossformatige Eternitplatten zur durchgängigen Verkleidung von Fassaden. Das Format von 0.6 x 1,2 Metern ermittelt er aus der Viertelung einer damals gängigen Fabrikationsgrösse.
Werkstattgebäude „Rundbau“ und Montagehalle Sulzer, Winterthur, Schweiz
Architektur: Baubüro Sulzer und Lebrecht Völki, Winterthur
Baujahr: 1930 - 1931
Die Sulzer-Montagehalle und die dazugehörigen Werkstatt- und Magazinräume, gebaut 1930, sind ein richtungsweisendes Beispiel Schweizer Industriearchitektur und des Neuen Bauens.
Die zwei Bauten sind einheitlich als kubische Grossformen mit den typischen Bandfenstern gestaltet. Die Tragkonstruktion besteht aus einem Stahlskelett, die Fassade ist vorgehängt. Dabei geben die rot durchgefärbten Fassadenschiefer der damaligen Eternit AG, 30 mal 30 Zentimeter mit gestutzten Ecken, dem Industrieensemble sein charakteristisches Aussehen.
Durchbruch im zeitgenössischen Haus- und Wohnungsbau
Baujahr: 1914
Mit dem neuen Baustoff aus Niederurnen werden 1914 ganze Häuser gebaut. Dank der Elementbauweise können diese innerhalb von drei bis vier Tagen erstellt werden. Der günstige Preis verhilft auch Arbeiterfamilien zu einem eigenen Heim. Diese Entwicklung führt zu einer intensiven Auseinandersetzung zwischen den damaligen Schweizerischen Eternitwerken mit den Architekten. Diese sehr wichtige Kundengruppe fühlt sich übergangen. Aus der Krise wächst die Lösung. Das Unternehmen sucht die enge Zusammenarbeit mit den Architekten, die bis heute anhält, und verhilft dem Baustoff zum Durchbruch im zeitgenössischen Haus- und Wohnungsbau.
Maison Blanche, La Chaux-de-Fonds, Schweiz
Architektur: Charles-Edouard Jeanneret (Le Corbusier)
Baujahr: 1911 – 1912
Der junge Architekt Charles-Edouard Jeanneret (Le Corbusier) baut 1912 sein erstes Gebäude in alleiniger Verantwortung, die sogenannte „Maison Blanche“, ein Haus für seine Eltern. Er experimentiert mit den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Eternit und setzt es sowohl für die Dachdeckung als auch im Innenausbau ein.